Übungsvorschau 1. Halbjahr 2019

FR 11.01.2019: Drei Bein
Treffpunkt: 10 Uhr BR- Zentrale.

SO 27.01.2019: Eisklettern/Standplatzbau Eis
Treffpunkt: 10 Uhr BR-Zentrale.

FR 08.02.2019: Trauma/Polytrauma
Treffpunkt: 20 Uhr Rotes Kreuz St. Leonhard

SA 09.03.2019: Tagesskitour(Ziel und Treffpunkt wird noch bekanntgegeben)

FR 22.03.2019: Reanimation/Bodycheck/Notfallcheck
Treffpunkt: 20 Uhr BR-Zentrale

MI 10.04.2019: Liftbergeübung Rifflsee Mutenkopfbahn
Treffpunkt: 15.30 Uhr BR-Zentrale

22. April: Schneefest

Auf das Dach Südtirols | Schulungsskitour Weißkugel April 2018

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Welche Grund gibt es, an einem Samstagmorgen im April um 04.30 Uhr, also eigentlich noch mitten in der Nacht, auf einen silbergrauen Taxibus zu warten? Entweder man ist am Heimweg vom Hexenkessl. Oder man macht sich bereit für eine Skitour in der schönsten Zeit des Winters, die zwar meist stabiles Wetter und Sonne satt verspricht, jedoch frühes Aufbrechen angesichts der starken Tageserwärmung vonnöten macht. Letzteres traf selbstverständlich zu, als sich eine Gruppe von acht Innerpitztaler Bergrettern plus Webmaster Alex in aller Herrgottsfrüh vor ihren Behausungen in St. Leonhard versammelten, um auf den Holidayexpress zu warten, der sie ins Schnalstal nach Südtirol zum Ausgangspunkt der diesjährigen Schulungsskitour bringen sollte.

Das heißt, eigentlich gab es zunächst nur sieben Bergretter einzusammeln, denn Nummer acht und Neo-Jäger Burkhard „Bux“ Auer zog es vor, nach feucht-fröhlichem Ausklang der erfolgreichen Jagdprüfung am Imster Kreisverkehr dazu zu stoßen :).

Zweieinhalb Stunden später spuckte uns der Holidayexpress sicher an der Talstation der Schnalstaler Gletscherbahn aus. Der starke italienische Espresso schüttelte uns die Müdigkeit aus den Knochen bevor uns der Sessellift Teufelsegg zum Ausgangspunkt der Tour auf 3.034 Meter brachte.

Steil auf’s Teufelsegg

Auf dem Weg zum Teufelsegg

Los ging’s mäßig steil auf den ersten Sattel, dann weiter über den Grat auf’s Teufelsegg. Spätestens jetzt waren alle warm und zum ersten Mal hieß es abfellen. Die darauffolgende kurze Abfahrt über einen wunderbaren Hang führte in feinem Pulver auf den flachen Hintereisferner.  Im flachen Gletscherbecken fellten wir wieder auf und marschierten unter der Führung von Obmann & Bergführer Aron und mit vielen weiteren Alpinisten, die das wunderbare Frühlingswetter für eine Weißkugeltour nutzten, zum Hintereisjoch.

Auf dem Weg am Hintereisferner

Nach dem Hintereisjoch gelangten wir über einen wechtenverhangenen Durchschlupf auf die Südschulter. Der folgende flache Anstieg versprach etwas Entspannung, bevor uns der nächste gut 40 Grad steile Hang einiges an Steigkünsten abverlangte. Der Steilhang spuckte uns auf der breiten Kuppe vor dem letzten Stück zum Hauptgipfel aus, wo wir unsere Ski deponierten.

Der Durchschlupf auf die Südschulter

Vor dem Steilhang

Aufstieg mit Panorama

Vollbetrieb am Skidepot

Oberboss & Ausbildungsboss nehmen’s gelassen

Der letzte Abschnitt versprach noch etwas Abwechslung. Zunächst kletterten wir auf einen Felssporn, dann stapften wir über eine tolle Firnschneide zum Hauptgipfel und genossen das unfassbar schöne Panorama vom zweithöchsten Gipfel Tirols (3.739 Meter).

Auf dem Felssporn, Blick auf die Firnschneide

Weißkugel, 3.739 Meter

Nach herrlicher Gipfelrast und ausgiebigem Genuss des Panoramas, bei dem uns Aron alle Gipfel im 360 Grad-Rundumblick erklärte, machten wir uns an die Abfahrt. Während Philipp mehr oder weniger unfreiwillig die Abkürzung über den steilen Osthang nahm, fuhren wir zum Hintereisjoch und genossen die Schwünge auf dem sanft kupierten Hintereisferner. Philipp trafen wir dann auch wieder und fuhren über die lange Zunge des Hintereisferners unserem Tagesziel, dem Hochjochhospiz, entgegen. Aron hatte aber noch ein Überraschung für uns parat. Die letzten Meter zur Hütte legten wir im Treppenschritt über ein oder zwei (oder waren es doch drei?:)) Geländekanten zurück, die uns nochmal alles abverlangten. Dafür schmeckte uns das Bier auf der Terrasse der Hütte umso besser :).

Abfahrt über den Hintereisferner

Vor den „letzten“ Metern zum Hochjochhospiz 

Am Abend genossen wir herzliche Bewirtung von Hüttenwirt Thomas Pirpamer und ließen uns den köstlichen Schweinsbraten samt einigen Hopfenkaltgetränken und roten Gipfelweinen schmecken.

Tag 2: Guslarspitze – Vernagtferner – Taschachjoch – Mittelberg

Um kurz vor sieben brachen wir am folgenden Tag auf und nahmen unser nächstes Gipfelziel in Angriff, die Mittlere Guslarspitze auf 3.128 Meter. Auf dem steilen, morgens hartgefrorenen Südhang taten die Harscheisen gute Dienste.

Nach weniger als zwei Stunden erreichten wir den Gipfel der Guslarspitze.

Die anschließende Abfahrt führte uns bis knapp unterhalb der Vernagthütte. Schweren Herzens ließen wir die Hütte linksliegen (eigentlich eine Todsünde), zollten jedoch der starken Tageserwärmung Tribut und entschieden uns für einen unmittelbaren Aufstieg aufs Taschachjoch. Somit war klar, dass wir sicher durchs Taschaschtal zurück nach Mittelberg gelangen konnten.

Abfahrt von der Guslarspitze

Zunächst stand jedoch der Anstieg über langen Vernagtferner auf dem Programm. Geschlagene vier Kilometer marschierten wir in der sengenden Gletschersonne über den flachen Ferner.

Am Taschachjoch angekommen empfing uns ein beißender Gletscherwind, der uns nicht davon abhielt, uns unsere Jause schmecken zu lassen. Wenn schon keine Hütteneinkehr drin war…

Jause am Taschachjoch

Was folgte war die letzte Abfahrt des Tages. Zunächst ging es auf den Urkundsattel, bevor wir die traumhaften Hänge in beeindruckender Gletscherkulisse in Richtung Taschachferner (oder das, was davon noch übrig ist) abfuhren. Auch wenn die Schneequalität nicht ganz den hohen Ansprüchen unseres Führers Aron genügte, so war es doch ein Genuss die Schwünge in den (platten-)pulvrigen Schnee zu ziehen.

Am Urkundsattel 

Traumhaftes Skigelände auf der Abfahrt vom Taschachjoch

Diese beiden fantastischen Tage haben gezeigt, dass wir mit den Ötztaler Alpen nicht nur ein anspruchsvolles und forderndes Einsatzgebiet, sondern eines der schönsten Skitourengebiete überhaupt vor der Haustür haben.

Danke an Ausbildungsleiter Christian & Obmann Aron für das Organisieren und Führen der wunderbaren Tour. Und danke an alle, die dabei waren, für die Kameradschaft und die lustigen gemeinsamen Stunden.

Berg h(g)eil!

(Text & Bilder: Alexander Kunert)

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Übungsvorschau 1. Halbjahr 2018

Für das 1. Halbjahr 2018 sind folgende Übungen geplant:

  •  19.01.2018, Freitag: Funkschulung und neue Erste Hilfe-Rucksäcke
    Treffpunkt: 19 Uhr, Rifflseehütte
  • 21.01.2018, Sonntag: Bergung aus Eisfall
    Treffpunkt: 09 Uhr, Piösmes
  • 13.02.2018, Dienstag: Verbände & Schienungen
    Treffpunkt: 20 Uhr, Rotes Kreuz St. Leonhard
  • 17.03.-18.03.2018, Samstag/Sonntag: Schulungsskitour
    Ziel wird noch bekanntgegeben
  • 28.04.2018: Samstag: Techniktraining (Mannschaftszüge usw.)
    Treffpunkt: 14 Uhr, Mandarfen BR-Zentrale
  • 12.05.2018, Samstag: Liftbergeübung Rifflseebahn
    Treffpunkt: 14 Uhr, Mandarfen BR-Zentrale

Jahreshauptversammlung 2017

Termin: Freitag, den 01.12.2017
Zeit: 19.00 Uhr
Ort: Hotel Vier Jahreszeiten in Mandarfen

Tagesordnung:

1. Begrüßung
2. Feststellung der Beschlussfähigkeit
3. Totengedenken
4. Tätigkeitsbericht
5. Kassabericht und Entlastung des Kassiers
6. Grußworte der Ehrengäste
7. Allfälliges

Der Obmann der Bergrettung Innerpitztal

Aron Melmer

Bergrettung Innerpitztal feierte Einweihung

Die Bergrettung Innerpitztal weihte feierlich ihr neues Einweihungsfahrzeug und den neuen Hubschrauberlandeplatz in Mandarfen ein. Mit dem neuen Einsatzfahrzeug, welches von Gemeinde St. Leonhard, TVB Pitztal, Pitztaler Gletscherbahn und privater Seite finanziert wurde, steigt die Einsatzfähigkeit der Bergrettung in unwegsamen Gelände. Der neue, nachtflugtaugliche Hubschrauberlandeplatz verbessert erheblich die notärztliche Versorgung der Gemeinde.

Endlich war es so weit. Die Bergrettung Innerpitztal feierte in Mandarfen die Einweihung ihres neuen Einsatzfahrzeugs und des neu errichteten Hubschrauberlandeplatzes. Nach dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche Plangeross nahm Diakon Alois Rauch die Segnung des Fahrzeuges und des Hubschrauberlandeplatzes im Beisein der Ehrengäste, Fahrzeugpatin Alexandra Rainer, Bergrettungskameraden und zahlreicher Gemeindebürger vor.

Das neue Geländefahrzeug des britischen Herstellers Land Rover steigert erheblich die Mobilität und Einsatzfähigkeit der Bergrettung im Sommer. „Vor allem die Gebiete Pitztaler Gletscher (über Notweg), Taschachtal oder Rifflsee waren für uns bei Einsätzen bisher nur mit Privatfahrzeugen oder dem Fahrzeug der Jerzner Kollegen zu erreichen. Mit dem neuen Fahrzeug sind wir nun mobiler und bringen Mannschaften schneller und effizienter zum Einsatzort“, freute sich Ortsstellenleiter Aron Melmer in seiner Festrede über das neue Prunkstück der Bergrettung.

Bessere notärztliche Versorgung dank Landeplatz

Bürgermeister Elmar Haid bedankte sich für den ehrenamtlichen Einsatz der Bergrettungsmitglieder, die für die Rettung von Menschen in Bergnot häufig selbst gefährlichen Situationen ausgesetzt sind. Außerdem betonte er, dass der neue Hubschrauberlandeplatz, der auch Nachtflüge erlaubt, eine erhebliche Verbesserung der notärztlichen Versorgung der Gemeinde darstellt. TVB-Ortsausschussobmann Othmar Walser stellte klar, dass ein Tourismusort wie St. Leonhard auf die Bergrettung angewiesen ist und die Gäste auf eine funktionierende Rettungskette im Notfall vertrauen. Bergrettungs-Bezirksstellenleiter Manfred Prantl gratulierte zum neuen Einsatzfahrzeug und hob hervor, dass von der Bergrettung als Freiwilligenorganisation hochprofessionelle Arbeit erwartet wird, welche die Mitglieder durch großes Engagement und viele Übungen in der Freizeit gewährleisten.

Finanzierung durch Gemeinde, Gletscherbahn, TVB und private Spende

Die Anschaffung des Einsatzfahrzeugs stellte die Ortstelle vor nicht unerhebliche finanzielle Herausforderungen. Dank der Unterstützung von öffentlicher und privater Seite wurde die Anschaffung letztlich ermöglicht. Das neue Einsatzfahrzeug wurde von der Gemeinde St. Leonhard, der Pitztaler Gletscherbahn und dem Tourismusverband Pitztal finanziert. Einen weiteren Beitrag leistete Familie Rainer aus Plangeross.

Während die Musikkapelle St. Leonhard unter der Leitung von Kapellmeister Ronald Schlierenzauer für stimmungsvolle Unterhaltung im Festzelt sorgte, begeisterte das Küchenteam der Bergrettung mit einem exzellenten Grill- und Kuchenbuffet, welches das herbstlich-kühle Sonntagswetter vergessen ließ.

Bergrettungshund Gino

Bergrettungshund Gino spürte Vermissten auf

Am 14. August 2017 machte ein Franzose gegen 13.30 Uhr alleine eine Wanderung von der Mittagskogelscharte ins Tal nach St. Leonhard / Mittelberg. Der Mann wurde jedoch von der Dunkelheit überrascht, kam nicht weiter und blieb erschöpft auf dem Steig sitzen. Seine Gattin setzte gegen 20.45 Uhr einen Notruf ab. Mit der Bergrettung Innerpitztal wurde eine Suchaktion eingeleitet. Gegen 22.30 Uhr konnte Bergrettungshund Gino mit Hundeführerin Daniela Brugger den 66-jährigen Franzosen am Steig in einer Seehöhe von 2.200 Metern auffinden. Der Mann wurde erschöpft aber unverletzt zur Beobachtung ins Krankenhaus Zams gebracht.

Wir gratulieren Gino & Daniela zum erfolgreichen Einsatz!

Bergrettungshund Gino

Bergrettungshund Gino

Erfolgreiche Übungen absolviert

Die Bergrettung Innerpitztal absolvierte in den vergangenen 14 Tagen zwei Übungen. Der neue Ausbildungsleiter Christian Rimml freute sich über die rege Teilnahme seiner motivierten Bergrettungskollegen und -kolleginnen.

Hier ein paar Impressionen der Übungen:

Sanitätsschulung am 14.01.2017 beim Roten-Kreuz in St. Leonhard

 

Spaltenbergeübung am 28.01.2017 am Pitztaler Gletscher

 

Philipp Brugger besteht Winteranwärterprüfung

Ein erfolgreicher Ausflug nach Steinach am Brenner war es für Philipp Brugger. Der junge Bergrettungsanwärter schaffte die Winteranwärterprüfung mit Bravour. Ausbildungsleiter Christian Rimml freute sich über den Erfolg seines Schützlings.

Die gesamte Ortsstelle Innerpitztal gratuliert recht herzlich!

 

 

Neues Geländeeinsatzfahrzeug für Ortsstelle Innerpitztal

einsatzfahrzeug für schwieriges Gelände

Die Bergrettung Innerpitztal konnte mit der Unterstützung einiger Sponsoren ein geländegängiges Einsatzfahrzeug anschaffen. Das Geländefahrzeug des Herstellers Land Rover steigert erheblich die Mobilität und Einsatzfähigkeit der Bergrettung im Sommer. „Vor allem die Gebiete Pitztaler Gletscher (Notweg), Taschachtal oder Rifflsee waren für uns bei Einsätzen bisher nur mit Privatfahrzeugen oder dem Fahrzeug der Jerzner Kollegen zu erreichen. Mit dem neuen Fahrzeug sind wir nun mobiler und bringen Mannschaften schneller und effizienter zum Einsatzort“, freut sich Ortsstellenleiter Aron Melmer über das neue Prunkstück der Bergrettung.

Geländewagen-Klassiker mit bewährter Technik

Die Wahl der Ortsstelle fiel auf das Modell Defender 110 des britischen Herstellers Land Rover. Der Defender überzeugt schon seit Jahrzehnten durch überragende Geländegängigkeit im extremen Gelände und Robustheit – Eigenschaften, die im hochalpinen Einsatzgebiet des hinteren Pitztals unbedingt vonnöten sind. „Uns war wichtig, dass das Fahrzeug auch die steilen Auffahrten zum Rifflsee und über den Notweg ohne Probleme meistert. Der Defender hat sich vielfach in extremen Einsatzgebieten bewährt.“, zeigt sich Obmann Melmer von der Wahl des Herstellers überzeugt.

Das Fahrzeug wurde durch Sonderumbauten an die Anforderungen der Bergrettung angepasst. So finden bis zu 9 Kameraden im Fahrzeug Platz. Außerdem können verletzte Personen samt Trage im Fahrzeug transportiert werden.

Bedeutung einer einsatzfähigen Bergrettung für den Tourismus

Besonders im Sommer zeigt sich eine für den Tourismus erfreuliche Entwicklung. Immer mehr Menschen zieht es zur Ausübung verschiedener Sportarten in die Berge, so auch im Pitztal. Sei es beim Wandern, Bergsteigen, Klettern oder Trail Running. Die Bergrettung Innerpitztal steht bereit, um Personen im alpinen Gelände aus Notlagen zu befreien. Dazu gehört auch, bei touristischen Bergsportveranstaltungen wie dem Pitz Alpine Glacier Trail, die Strecke abzusichern und den Teilnehmern im Notfall zu helfen. Besonders hier zeigt sich, wie sehr das neue Einsatzfahrzeug der Bergrettung hilft, ihren Aufgaben gerecht zu werden und Personen rasch und professionell aus alpinen Notlagen zu befreien.

Dank an Sponsoren

Ohne die finanzielle Unterstützung der Sponsoren, wäre die Anschaffung des Fahrzeugs nicht möglich gewesen. Die Bergrettung Innerpitztal bedankt sich bei

Bereits erste Einsätze mit dem neuen Fahrzeug

Im vergangenen Sommer wurde das Fahrzeug schon bei ersten Einsätzen verwendet. So wurden zum Beispiel im Rahmen des Pitz Alpine Glacier Trails, Einsätzen am Notweg und im Taschachtal schon 120 Km zurückgelegt.

Die große Einweihung des Fahrzeugs ist für Frühjahr 2017 geplant.