skitour elbrus gipfel

Pitztaler Bergretter am Dach Europas

Erfolgreiche Ski-Besteigung des Elbrus, 5642 m

Der diesjährige Skitouren-Ausflug der Bergrettung Innerpitztal führte die Kameraden um Ortsstellenleiter Aron Melmer zu einem besonderen Ziel: Es galt den 5642 Meter hohen Elbrus im russischen Nordkaukasus, einen der Seven Summits, zu besteigen. Am 9. Mai gelang einem Team, bestehend aus Bergrettern und einigen Freunden der Ortsstelle, unter der Führung des erfahrenen Bergführers und Elbrus-Experten Albert Kirschner der Gipfelsieg am höchsten Berg Europas.

Nach mehreren Akklimatisations-Tagen erreichten alle Mitglieder der Gruppe auf dem Normalweg über die Südostroute in rund 8 Stunden den Gipfel und legten dabei knapp über 1900 Höhenmeter zurück. Bei klarer Sicht, moderaten Temperaturen um -15 Grad, aber eisigem Wind genossen die Pitztaler den Ausblick auf die Eisriesen des Kaukasus und blicken nun auf eine Reise mit unvergesslichen Erfahrungen in einer atemberaubenden Hochgebirgslandschaft zurück.

skitour elbrus gipfel

Am Gipfel des Elbrus, 5642 m

skitour erlbus bergführer albert kirschner

Erfahren & Ortskundig: Bergführer Abi Kirschner

skitour erlbus morgenstimmung

Tolle Morgenstimmung im Hohen Kaukasus

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Auf das Dach Südtirols | Schulungsskitour Weißkugel April 2018

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Welche Grund gibt es, an einem Samstagmorgen im April um 04.30 Uhr, also eigentlich noch mitten in der Nacht, auf einen silbergrauen Taxibus zu warten? Entweder man ist am Heimweg vom Hexenkessl. Oder man macht sich bereit für eine Skitour in der schönsten Zeit des Winters, die zwar meist stabiles Wetter und Sonne satt verspricht, jedoch frühes Aufbrechen angesichts der starken Tageserwärmung vonnöten macht. Letzteres traf selbstverständlich zu, als sich eine Gruppe von acht Innerpitztaler Bergrettern plus Webmaster Alex in aller Herrgottsfrüh vor ihren Behausungen in St. Leonhard versammelten, um auf den Holidayexpress zu warten, der sie ins Schnalstal nach Südtirol zum Ausgangspunkt der diesjährigen Schulungsskitour bringen sollte.

Das heißt, eigentlich gab es zunächst nur sieben Bergretter einzusammeln, denn Nummer acht und Neo-Jäger Burkhard „Bux“ Auer zog es vor, nach feucht-fröhlichem Ausklang der erfolgreichen Jagdprüfung am Imster Kreisverkehr dazu zu stoßen :).

Zweieinhalb Stunden später spuckte uns der Holidayexpress sicher an der Talstation der Schnalstaler Gletscherbahn aus. Der starke italienische Espresso schüttelte uns die Müdigkeit aus den Knochen bevor uns der Sessellift Teufelsegg zum Ausgangspunkt der Tour auf 3.034 Meter brachte.

Steil auf’s Teufelsegg

Auf dem Weg zum Teufelsegg

Los ging’s mäßig steil auf den ersten Sattel, dann weiter über den Grat auf’s Teufelsegg. Spätestens jetzt waren alle warm und zum ersten Mal hieß es abfellen. Die darauffolgende kurze Abfahrt über einen wunderbaren Hang führte in feinem Pulver auf den flachen Hintereisferner.  Im flachen Gletscherbecken fellten wir wieder auf und marschierten unter der Führung von Obmann & Bergführer Aron und mit vielen weiteren Alpinisten, die das wunderbare Frühlingswetter für eine Weißkugeltour nutzten, zum Hintereisjoch.

Auf dem Weg am Hintereisferner

Nach dem Hintereisjoch gelangten wir über einen wechtenverhangenen Durchschlupf auf die Südschulter. Der folgende flache Anstieg versprach etwas Entspannung, bevor uns der nächste gut 40 Grad steile Hang einiges an Steigkünsten abverlangte. Der Steilhang spuckte uns auf der breiten Kuppe vor dem letzten Stück zum Hauptgipfel aus, wo wir unsere Ski deponierten.

Der Durchschlupf auf die Südschulter

Vor dem Steilhang

Aufstieg mit Panorama

Vollbetrieb am Skidepot

Oberboss & Ausbildungsboss nehmen’s gelassen

Der letzte Abschnitt versprach noch etwas Abwechslung. Zunächst kletterten wir auf einen Felssporn, dann stapften wir über eine tolle Firnschneide zum Hauptgipfel und genossen das unfassbar schöne Panorama vom zweithöchsten Gipfel Tirols (3.739 Meter).

Auf dem Felssporn, Blick auf die Firnschneide

Weißkugel, 3.739 Meter

Nach herrlicher Gipfelrast und ausgiebigem Genuss des Panoramas, bei dem uns Aron alle Gipfel im 360 Grad-Rundumblick erklärte, machten wir uns an die Abfahrt. Während Philipp mehr oder weniger unfreiwillig die Abkürzung über den steilen Osthang nahm, fuhren wir zum Hintereisjoch und genossen die Schwünge auf dem sanft kupierten Hintereisferner. Philipp trafen wir dann auch wieder und fuhren über die lange Zunge des Hintereisferners unserem Tagesziel, dem Hochjochhospiz, entgegen. Aron hatte aber noch ein Überraschung für uns parat. Die letzten Meter zur Hütte legten wir im Treppenschritt über ein oder zwei (oder waren es doch drei?:)) Geländekanten zurück, die uns nochmal alles abverlangten. Dafür schmeckte uns das Bier auf der Terrasse der Hütte umso besser :).

Abfahrt über den Hintereisferner

Vor den „letzten“ Metern zum Hochjochhospiz 

Am Abend genossen wir herzliche Bewirtung von Hüttenwirt Thomas Pirpamer und ließen uns den köstlichen Schweinsbraten samt einigen Hopfenkaltgetränken und roten Gipfelweinen schmecken.

Tag 2: Guslarspitze – Vernagtferner – Taschachjoch – Mittelberg

Um kurz vor sieben brachen wir am folgenden Tag auf und nahmen unser nächstes Gipfelziel in Angriff, die Mittlere Guslarspitze auf 3.128 Meter. Auf dem steilen, morgens hartgefrorenen Südhang taten die Harscheisen gute Dienste.

Nach weniger als zwei Stunden erreichten wir den Gipfel der Guslarspitze.

Die anschließende Abfahrt führte uns bis knapp unterhalb der Vernagthütte. Schweren Herzens ließen wir die Hütte linksliegen (eigentlich eine Todsünde), zollten jedoch der starken Tageserwärmung Tribut und entschieden uns für einen unmittelbaren Aufstieg aufs Taschachjoch. Somit war klar, dass wir sicher durchs Taschaschtal zurück nach Mittelberg gelangen konnten.

Abfahrt von der Guslarspitze

Zunächst stand jedoch der Anstieg über langen Vernagtferner auf dem Programm. Geschlagene vier Kilometer marschierten wir in der sengenden Gletschersonne über den flachen Ferner.

Am Taschachjoch angekommen empfing uns ein beißender Gletscherwind, der uns nicht davon abhielt, uns unsere Jause schmecken zu lassen. Wenn schon keine Hütteneinkehr drin war…

Jause am Taschachjoch

Was folgte war die letzte Abfahrt des Tages. Zunächst ging es auf den Urkundsattel, bevor wir die traumhaften Hänge in beeindruckender Gletscherkulisse in Richtung Taschachferner (oder das, was davon noch übrig ist) abfuhren. Auch wenn die Schneequalität nicht ganz den hohen Ansprüchen unseres Führers Aron genügte, so war es doch ein Genuss die Schwünge in den (platten-)pulvrigen Schnee zu ziehen.

Am Urkundsattel 

Traumhaftes Skigelände auf der Abfahrt vom Taschachjoch

Diese beiden fantastischen Tage haben gezeigt, dass wir mit den Ötztaler Alpen nicht nur ein anspruchsvolles und forderndes Einsatzgebiet, sondern eines der schönsten Skitourengebiete überhaupt vor der Haustür haben.

Danke an Ausbildungsleiter Christian & Obmann Aron für das Organisieren und Führen der wunderbaren Tour. Und danke an alle, die dabei waren, für die Kameradschaft und die lustigen gemeinsamen Stunden.

Berg h(g)eil!

(Text & Bilder: Alexander Kunert)

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Übung: Klettertag Martinswand

Am vergangenen Sonntag führte die Bergrettung Innerpitztal ihren Klettertag an der Martinswand in Zirl durch. Der Klettertag hatte vor allem einen Übungshintergrund und diente dem Training der klettertechnischen Fähigkeiten der Bergretter. Daneben stand aber auch der kameradschaftliche Aspekt des gemeinsamen Ausflugs in das bekannte Klettergebiet vor den Toren der Landeshauptstadt Innsbruck im Mittelpunkt.

Innsbrucks bekanntestes Klettergebiet

Die Martinswand in Zirl ist berühmt für ihre unzähligen Sportkletterrouten im Karwendelkalk, in denen Klettergeschichte geschrieben wurde.  Doch nicht Sportkletterrouten befinden sich an der Martinswand, auch der Kaiser-Max-Klettersteig, der als einer der schwierigsten Sportklettersteige Österreichs gilt, führt dort hinauf. Die Namensgebung des mit E bewerteten Klettersteigs beruht übrigens auf einer Begebenheit mit Kaiser Maximilian I. – aber das ist eine andere Geschichte.

Die Bergretter der Ortsstelle Innerpitztal trainierten unter den Augen des Ausbildungsleiters Martin Santeler ihre Kletterfähigkeiten. Während sich die eine Hälfte der Kameraden mit Martin Santeler an die Sportkletterrouten begab, holten sich die anderen vom erfahrenen Kollegen Albert Kirschner wertvolle Tipps am Kaiser-Max-Klettersteig. Der Tag klang bei einem geschmackvollen Essen mit gemütlichem Beisammensein in Innsbruck aus.