Einsatz Spaltensturz 21.01.20

Am 21. Jänner 2020 wurde die Ortsstelle Innerpitztal um die Mittagszeit alarmiert. Zwei polnische Alpinisten unternahmen mit Schneeschuhen eine Tour von der Breslauer Hütte auf die Wildspitze. Gegen 11.15 Uhr stürzte einer der Alpinisten in eine Gletscherspalte, wurde jedoch von seinem Kameraden am Seil gehalten. Der abgestürzte Alpinist kam in ca. 15 m Tiefe auf einer Schneebrücke zum Liegen. 

Die Alpinisten wurden von der Bergrettung Innerpitztal sowie den Alpinpolizisten des Hubschraubers „Libelle“ vom BMfI geborgen. Der abgestürzte Alpinist wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus Zams geflogen, der andere Alpinist blieb unverletzt. Es standen 10 Kräfte der Ortsstelle im Einsatz.

Bilder vom Einsatz

Übung Seil- & Bergetechnik Taschachschlucht

Am 19. Jänner fanden sich die Bergretter der Ortsstelle Innerpitztal zur Übung mit dem Thema Seil- und Bergetechnik ein. Christian Rimml, Stefan Rauch und Aron Melmer bereiteten ein optimales Übungsszenario mit zwei Stationen oberhalb der Taschaschschlucht vor.

Es galt sich einerseits in die Schlucht abzuseilen und dann mittels Prusiktechnik wieder aufzusteigen. Das zweite Thema war das Absteigen zu einem Verunfallten mittels Seilrolle, anschließend Aufsteigen mittels Selbstseilrolle und schließlich die Rettung des Verunfallten mit Hilfe der Losen Rolle.

Die Bergretter trotzten den frostigen Temperaturen und frischten bei der sehr wertvollen Übung ihre Seiltechnik auf.

Im Anschluss verköstigte Robert Brugger die Kameraden mit ausgezeichnetem Wildgulasch im Bergrettungsheim.

 

BILDER

Bergrettung Innerpitztal wählte neuen Obmann

Nach über 21 Jahren an der Spitze übergab Aron Melmer die Obmannschaft an Christian Rimml, der einstimmig von der Vollversammlung gewählt wurde. Die Innerpitztaler Bergretter rückten 2019 zu 47 Einsätzen aus und leisteten 1726 ehrenamtliche Einsatzstunden.

Die Jahreshauptversammlung der Bergrettung Innerpitztal brachte einen Wechsel an der Führungsspitze mit sich. Nach 21 Jahren im Amt gab Obmann Aron Melmer seinen Rückzug bekannt und trat nicht mehr zur Wahl an. Als Nachfolger wurde einstimmig Christian Rimml, Hüttenwirt aus Piösmes, gewählt. Die Führungsmannschaft komplettieren Stefan Rauch (Obmann-Stellvertreter), Florian Kirschner (Kassier), Robert Brugger (Kassier-Stellvertreter), Karl Gundolf (Schriftführer), Gerald Pfeifhofer (Sanreferent) und Bruno Füruter (Funkreferent). Kassaprüfer sind Frank Neururer und Raphael Eiter.

Seine letzte Jahreshauptversammlung als Obmann nutze Aron Melmer, unter dem Beisein von Bergrettungs-Landesleiter Hermann Spiegel, BR-Bezirksleiter Manfred Prantl, Bürgermeister Elmar Haid, sowie Vertretern von Polizei und Feuerwehr, zum Rückblick auf das vergangene Jahr. Die 35 aktiven Mitglieder der Ortsstelle rückten zu 49 Einsätzen aus und leisteten 1726 ehrenamtliche Einsatzstunden. Dazu trainierten die Bergretter bei 14 Übungen für den Ernstfall.

Aron Melmer (li.) übergibt das Zepter nach 21 Jahren an Christian Rimml

 

21 Jahre Ortsstellenleiter

Nach über 21 Jahren als Leiter der Ortsstelle blickt Aron Melmer mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. “Mir war und ist die Bergrettung immer eine Herzensangelegenheit. Gleichzeitig ist die Verantwortung als Ortsstellenleiter groß, der bürokratische Aufwand nicht zu unterschätzen.” Melmer, der als ausgebildeter Bergführer und hauptberuflicher ÖAMTC- Flugretter viel Kompetenz in die Ortsstelle einbrachte, bleibt der Bergrettung weiter als engagiertes Mitglied erhalten. “Ich freue mich, mit Christian Rimml einen erfahrenen Nachfolger zu haben, der die Ortsstelle Innerpitztal mit Weitsicht und der Unterstützung eines starken Führungsteams in Zukunft leiten wird”, so Melmer abschließend.

Drei neue Vollmitglieder

Im Rahmen der Versammlung konnten drei neue Bergretter als Vollmitglieder begrüßt werden. Antonia Kirschner, Robert Brugger und Madeleine Walser schlossen ihre Ausbildung ab und ergänzen nun die Mannschaft der Ortsstelle. Für vier neue Bergrettungs-Anwärter – Petra Füruter, Philipp Eiter, Bernhard Steiner und Alexander Kunert – steht dieser Weg nun bevor.

Neo-Obmann Christian Rimml (li.) mit den neuen Bergrettungsmitgliedern Madeleine Walser, Robert Brugger und Antonia Kirschner (v.l.n.r.)

 

Acht Kameraden geehrt

Acht Mitglieder der Ortsstelle wurden außerdem für ihre langjährige Mitarbeit im österreichischen Bergrettungsdienst geehrt. 25 Jahre: Alfred Dworak, Rochus Walser, Christian Waibl, Karl Gundolf. 40 Jahre: Bruno Füruter, Florian Kirschner, Albert Kirschner, Aron Melmer.

Bezirksleiter Manfred Prantl (li.) und Landesleiter Hermann Spiegel (Mitte) ehren verdiente Bergretter der Ortsstelle für ihre langjährige Mitarbeit

 

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Lawinenübung Rifflsee 15.12.2019

Bei feinen Temperaturen und wenig Wind fanden sich die Bergretter der Ortsstelle Innerpitztal zur Lawinenübung am Rifflsee ein. Aron Melmer hatte, tatkräftig unterstützt von Daniela Brugger und Robert Brugger, ein optimales Suchfeld mit verschiedenen vergrabenen Sendern vorbereitet.

Zunächst wiederholte Aron die Funktionsweise der verschiedenen LVS-Geräte, ging auf die Handhabung von Sonde und Schaufel ein und erklärte den korrekten Ablauf im Notfall.

Im Stationsbetrieb galt es dann verschiedene Aufgaben in der Verschüttetensuche zu erfüllen. Daniela erklärte abschließend anhand einer Demonstration, was beim Ausgraben des Verschüttetet unbedingt zu beachten ist.

Ein gemütliches Zusammensein in der Bergrettungszentrale rundete die gelungene Übung ab.

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2019

Termin: Samstag, 30.11.2019
Zeit: 19.00 Uhr
Ort: Sport & Vitalhotel Seppl in Weißwald

Tagesordnung:

1. Begrüßung
2. Feststellung der Beschlussfähigkeit
3. Tätigkeitsbericht
4. Kassabericht und Entlastung des Kassiers
5. Grußworte der Ehrengäste
6. Neuwahlen – Wahlvorschläge können bis zu einer Stunde vor
Beginn der Jahreshauptversammlung beim Obmann abgegeben
werden.
7. Allfälliges

Der Obmann der Bergrettung Innerpitztal

Aron Melmer

skitour elbrus gipfel

Pitztaler Bergretter am Dach Europas

Erfolgreiche Ski-Besteigung des Elbrus, 5642 m

Der diesjährige Skitouren-Ausflug der Bergrettung Innerpitztal führte die Kameraden um Ortsstellenleiter Aron Melmer zu einem besonderen Ziel: Es galt den 5642 Meter hohen Elbrus im russischen Nordkaukasus, einen der Seven Summits, zu besteigen. Am 9. Mai gelang einem Team, bestehend aus Bergrettern und einigen Freunden der Ortsstelle, unter der Führung des erfahrenen Bergführers und Elbrus-Experten Albert Kirschner der Gipfelsieg am höchsten Berg Europas.

Nach mehreren Akklimatisations-Tagen erreichten alle Mitglieder der Gruppe auf dem Normalweg über die Südostroute in rund 8 Stunden den Gipfel und legten dabei knapp über 1900 Höhenmeter zurück. Bei klarer Sicht, moderaten Temperaturen um -15 Grad, aber eisigem Wind genossen die Pitztaler den Ausblick auf die Eisriesen des Kaukasus und blicken nun auf eine Reise mit unvergesslichen Erfahrungen in einer atemberaubenden Hochgebirgslandschaft zurück.

skitour elbrus gipfel

Am Gipfel des Elbrus, 5642 m

skitour erlbus bergführer albert kirschner

Erfahren & Ortskundig: Bergführer Abi Kirschner

skitour erlbus morgenstimmung

Tolle Morgenstimmung im Hohen Kaukasus

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Übungsvorschau 1. Halbjahr 2019

FR 11.01.2019: Drei Bein
Treffpunkt: 10 Uhr BR- Zentrale.

SO 27.01.2019: Eisklettern/Standplatzbau Eis
Treffpunkt: 10 Uhr BR-Zentrale.

FR 08.02.2019: Trauma/Polytrauma
Treffpunkt: 20 Uhr Rotes Kreuz St. Leonhard

SA 09.03.2019: Tagesskitour(Ziel und Treffpunkt wird noch bekanntgegeben)

FR 22.03.2019: Reanimation/Bodycheck/Notfallcheck
Treffpunkt: 20 Uhr BR-Zentrale

MI 10.04.2019: Liftbergeübung Rifflsee Mutenkopfbahn
Treffpunkt: 15.30 Uhr BR-Zentrale

22. April: Schneefest

Auf das Dach Südtirols | Schulungsskitour Weißkugel April 2018

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Welche Grund gibt es, an einem Samstagmorgen im April um 04.30 Uhr, also eigentlich noch mitten in der Nacht, auf einen silbergrauen Taxibus zu warten? Entweder man ist am Heimweg vom Hexenkessl. Oder man macht sich bereit für eine Skitour in der schönsten Zeit des Winters, die zwar meist stabiles Wetter und Sonne satt verspricht, jedoch frühes Aufbrechen angesichts der starken Tageserwärmung vonnöten macht. Letzteres traf selbstverständlich zu, als sich eine Gruppe von acht Innerpitztaler Bergrettern plus Webmaster Alex in aller Herrgottsfrüh vor ihren Behausungen in St. Leonhard versammelten, um auf den Holidayexpress zu warten, der sie ins Schnalstal nach Südtirol zum Ausgangspunkt der diesjährigen Schulungsskitour bringen sollte.

Das heißt, eigentlich gab es zunächst nur sieben Bergretter einzusammeln, denn Nummer acht und Neo-Jäger Burkhard „Bux“ Auer zog es vor, nach feucht-fröhlichem Ausklang der erfolgreichen Jagdprüfung am Imster Kreisverkehr dazu zu stoßen :).

Zweieinhalb Stunden später spuckte uns der Holidayexpress sicher an der Talstation der Schnalstaler Gletscherbahn aus. Der starke italienische Espresso schüttelte uns die Müdigkeit aus den Knochen bevor uns der Sessellift Teufelsegg zum Ausgangspunkt der Tour auf 3.034 Meter brachte.

Steil auf’s Teufelsegg

Auf dem Weg zum Teufelsegg

Los ging’s mäßig steil auf den ersten Sattel, dann weiter über den Grat auf’s Teufelsegg. Spätestens jetzt waren alle warm und zum ersten Mal hieß es abfellen. Die darauffolgende kurze Abfahrt über einen wunderbaren Hang führte in feinem Pulver auf den flachen Hintereisferner.  Im flachen Gletscherbecken fellten wir wieder auf und marschierten unter der Führung von Obmann & Bergführer Aron und mit vielen weiteren Alpinisten, die das wunderbare Frühlingswetter für eine Weißkugeltour nutzten, zum Hintereisjoch.

Auf dem Weg am Hintereisferner

Nach dem Hintereisjoch gelangten wir über einen wechtenverhangenen Durchschlupf auf die Südschulter. Der folgende flache Anstieg versprach etwas Entspannung, bevor uns der nächste gut 40 Grad steile Hang einiges an Steigkünsten abverlangte. Der Steilhang spuckte uns auf der breiten Kuppe vor dem letzten Stück zum Hauptgipfel aus, wo wir unsere Ski deponierten.

Der Durchschlupf auf die Südschulter

Vor dem Steilhang

Aufstieg mit Panorama

Vollbetrieb am Skidepot

Oberboss & Ausbildungsboss nehmen’s gelassen

Der letzte Abschnitt versprach noch etwas Abwechslung. Zunächst kletterten wir auf einen Felssporn, dann stapften wir über eine tolle Firnschneide zum Hauptgipfel und genossen das unfassbar schöne Panorama vom zweithöchsten Gipfel Tirols (3.739 Meter).

Auf dem Felssporn, Blick auf die Firnschneide

Weißkugel, 3.739 Meter

Nach herrlicher Gipfelrast und ausgiebigem Genuss des Panoramas, bei dem uns Aron alle Gipfel im 360 Grad-Rundumblick erklärte, machten wir uns an die Abfahrt. Während Philipp mehr oder weniger unfreiwillig die Abkürzung über den steilen Osthang nahm, fuhren wir zum Hintereisjoch und genossen die Schwünge auf dem sanft kupierten Hintereisferner. Philipp trafen wir dann auch wieder und fuhren über die lange Zunge des Hintereisferners unserem Tagesziel, dem Hochjochhospiz, entgegen. Aron hatte aber noch ein Überraschung für uns parat. Die letzten Meter zur Hütte legten wir im Treppenschritt über ein oder zwei (oder waren es doch drei?:)) Geländekanten zurück, die uns nochmal alles abverlangten. Dafür schmeckte uns das Bier auf der Terrasse der Hütte umso besser :).

Abfahrt über den Hintereisferner

Vor den „letzten“ Metern zum Hochjochhospiz 

Am Abend genossen wir herzliche Bewirtung von Hüttenwirt Thomas Pirpamer und ließen uns den köstlichen Schweinsbraten samt einigen Hopfenkaltgetränken und roten Gipfelweinen schmecken.

Tag 2: Guslarspitze – Vernagtferner – Taschachjoch – Mittelberg

Um kurz vor sieben brachen wir am folgenden Tag auf und nahmen unser nächstes Gipfelziel in Angriff, die Mittlere Guslarspitze auf 3.128 Meter. Auf dem steilen, morgens hartgefrorenen Südhang taten die Harscheisen gute Dienste.

Nach weniger als zwei Stunden erreichten wir den Gipfel der Guslarspitze.

Die anschließende Abfahrt führte uns bis knapp unterhalb der Vernagthütte. Schweren Herzens ließen wir die Hütte linksliegen (eigentlich eine Todsünde), zollten jedoch der starken Tageserwärmung Tribut und entschieden uns für einen unmittelbaren Aufstieg aufs Taschachjoch. Somit war klar, dass wir sicher durchs Taschaschtal zurück nach Mittelberg gelangen konnten.

Abfahrt von der Guslarspitze

Zunächst stand jedoch der Anstieg über langen Vernagtferner auf dem Programm. Geschlagene vier Kilometer marschierten wir in der sengenden Gletschersonne über den flachen Ferner.

Am Taschachjoch angekommen empfing uns ein beißender Gletscherwind, der uns nicht davon abhielt, uns unsere Jause schmecken zu lassen. Wenn schon keine Hütteneinkehr drin war…

Jause am Taschachjoch

Was folgte war die letzte Abfahrt des Tages. Zunächst ging es auf den Urkundsattel, bevor wir die traumhaften Hänge in beeindruckender Gletscherkulisse in Richtung Taschachferner (oder das, was davon noch übrig ist) abfuhren. Auch wenn die Schneequalität nicht ganz den hohen Ansprüchen unseres Führers Aron genügte, so war es doch ein Genuss die Schwünge in den (platten-)pulvrigen Schnee zu ziehen.

Am Urkundsattel 

Traumhaftes Skigelände auf der Abfahrt vom Taschachjoch

Diese beiden fantastischen Tage haben gezeigt, dass wir mit den Ötztaler Alpen nicht nur ein anspruchsvolles und forderndes Einsatzgebiet, sondern eines der schönsten Skitourengebiete überhaupt vor der Haustür haben.

Danke an Ausbildungsleiter Christian & Obmann Aron für das Organisieren und Führen der wunderbaren Tour. Und danke an alle, die dabei waren, für die Kameradschaft und die lustigen gemeinsamen Stunden.

Berg h(g)eil!

(Text & Bilder: Alexander Kunert)

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Übungsvorschau 1. Halbjahr 2018

Für das 1. Halbjahr 2018 sind folgende Übungen geplant:

  •  19.01.2018, Freitag: Funkschulung und neue Erste Hilfe-Rucksäcke
    Treffpunkt: 19 Uhr, Rifflseehütte
  • 21.01.2018, Sonntag: Bergung aus Eisfall
    Treffpunkt: 09 Uhr, Piösmes
  • 13.02.2018, Dienstag: Verbände & Schienungen
    Treffpunkt: 20 Uhr, Rotes Kreuz St. Leonhard
  • 17.03.-18.03.2018, Samstag/Sonntag: Schulungsskitour
    Ziel wird noch bekanntgegeben
  • 28.04.2018: Samstag: Techniktraining (Mannschaftszüge usw.)
    Treffpunkt: 14 Uhr, Mandarfen BR-Zentrale
  • 12.05.2018, Samstag: Liftbergeübung Rifflseebahn
    Treffpunkt: 14 Uhr, Mandarfen BR-Zentrale